Weinherstellung

 

 

 

Ein geringer Ertrag und eine sorgfältige Weinbereitung machen noch keinen großen Wein. Es sind in erster Linie die Natur und die unvorhersehbaren Wetterbedingungen des jeweiligen Jahrgangs, welche die Qualität der Trauben, ihren Geschmack und den Zuckergehalt bestimmen. In zweiter Linie ist der Kellermeister gefordert, der sich seiner Verantwortung beim Ausbau des Rebensaftes zu komplexen, langlebigen Weinen mit Tiefgang sehr bewusst ist.

Im Stahltank, in großen Holz- oder in den kleineren Barriquefässern? Wie stark soll das Barrique geröstet sein? Wie lange soll der Wein reifen dürfen? Wann wird der Wein auf die Flaschen gezogen? Bevor man auf diese Fragen antworten kann, muss man schwierige Entscheidungen treffen.

Der Stratege im Keller

Wie und wo unser Kellermeister den Wein vergären und reifen lässt, entscheidet über das Trinkerlebnis im Glas. Die Primär-, Sekundär- und Tertiäraromen spielen dabei eine wichtige Rolle.

  • Die Primäraromen sind in der Traube selbst enthalten. Sie werden durch die Typizität unserer Reben, die Eigenheiten unseres Terroirs und die Wetterbedingungen des jeweiligen Jahrganges bestimmt.
  • Der ganze Reichtum der Sekundäraromen kommt durch eine gut gesteuerte Vergärung zum Ausdruck. In unseren modernen Stahltanks kann die Temperatur von außen geregelt werden. Sie bestimmt Schnelligkeit und Dauer der Vergärung. Wie lange der Rebensaft in seinen Schalen liegt, bedingt hingegen die Farbe und den Tanningehalt des Weines.
  • Erst im Reifungsprozess entstehen die Tertiäraromen. Nach der Vergärung schafft unser Kellermeister den Rahmen, in dem das Bouquet des Weines sich rundet und harmonisiert. Säuren und Tannine werden geschliffen: aus dem Rohdiamanten schält sich der schillernde Brillant. Vorhandene Aromen bauen sich um, gewinnen an Komplexität, der Wein gewinnt an Tiefe.

 

Stahl, Holz und Glas

Im kühlen Stahl

Im Stahltank reift der Wein ungestört durch äußere Einflüsse, vor allem ohne Sauerstoffeinfluss. Dadurch bleiben Fruchtaromen und Frische, welche besonders bei unseren Weißweinen wie dem Sauvignon Blanc erwünscht sind, erhalten.

Im warmen Holz

Der Einsatz von Holz während der Weinbereitung lässt das Bouquet des Weines weicher und langlebiger werden. Unser Ziel ist es, das Holz so einzusetzen, dass es unsere Weine bereichert, ohne dass dabei die Typizität der Traubensorte und unserer Böden verloren geht, wie bei unserem Merlot Riserva.

Bei der Reifung im Holzfass kommen zu den Tanninen aus den Schalen noch die Tannine des Holzes dazu, die jedoch weniger aggressiv sind und den Wein somit geschmeidiger machen. Außerdem lässt das Holz Sauerstoff in kleinen Mengen durch und mildert die Tannine.

In der edlen Flasche

Auch in der Flasche entwickeln sich die Weine weiter. Die Tannine gehen mit der Zeit chemische Verbindungen mit den Farbstoffen ein und verlieren dadurch zusätzlich an Härte. Wir lassen unseren Weinen die Zeit, die sie brauchen, um ihre Aromen zu vervollkommnen und zur Ruhe zu kommen.

 

lg md sm xs
ich bin volljährig / sono già maggiorenne / I am of legal drinking age